Gefahrene Kilometer: 0 – Off-Tag in Maun

 

Tag 15 verläuft weitgehend ereignislos. Ausschlafen, Frühstück, Gammeln, Pool, Gammeln, lesen, Tagebuch schreiben, Gammeln, die Pokerrunde pokert, Gammeln…
Herrlich im Urlaub. Da wir die nächsten drei Tage wieder in kompletter Wildnis verbringen werden, beschliessen wir diese einzigartige Chance zu nutzen und unsere Kleidung waschen zu lassen.

 

Sunny und ich stopfen unsere Klamotten zusammen in einen Sack und lassen auch gleich unser Bettzeug mitwaschen. Als wir am Abend unsere Kleidung zurück bekommen, erwartet mich eine böse Überraschung. Unser dämliches, geliehenes, rotes Bettlaken war wohl leider neu. Sämtliche weisse Kleidung, unter anderem auch mein einziges weisses, nicht von Saltatio Mortis beschmiertes, Das-Niveau-Lose-Tour-T-Shirt, ist zart rosa eingefärbt. Na herrlich. Wenigstens noch ein Highlight an diesem sonst so ereignislosen Tag. Herzlichen Glückwunsch Herr Vogelsang, sie haben es tatsächlich geschafft am Tag des allgemeinen Nichts-Tuns zum Deppen des Tages gewählt zu werden.

 

Kurz vor dem Abendessen beschliesse ich die unsägliche 90er Jahre “Hitmusik” der Bar, ála “Bailamos”, oder Ricky Martins “Maria” zu unterbinden und stiefele mit meiner Gitarre Huckepack in den offenen Laden. Ich frage freundlich die Bedienung, ob es erlaubt sei zu spielen, woraufhin diese prompt die Musik aus macht. Jackpot! Ich sitze an der Bar, neben mir Horis, Maria und Sunny und spiele drei Songs. Kurz darauf kommt Caro in die Bar und verkündet: Wer noch etwas essen wolle, müsse nun bestellen, da die Küche in einer halben Stunde schliesst. Natürlich wollen wir! Als wir uns gerade gen Küche aufmachen wollen, werde ich von einer älteren Dame aufgehalten. Die gebürtige Schweizerin lebt seit 21 Jahren in Maun und ist total begeistert endlich mal wieder deutsche Live-Musik zu hören. Sie bittet mich nach meinem Abendessen doch noch ein Paar Lieder zu spielen. So einer netten Lady kann ich doch keinen Wunsch ausschlagen… Nach einem weiteren Burger machen wir uns also alle erneut auf zur Bar. Ich spiele einen Song nach dem anderen. Hasenscheisse, Das Niveau, Götz Widmann, neue Songs von mir, Schandmaul, Die Streuner… Die Schweizerin, sowie deren Kinder, samt Enkel und Freunde sind glücklich und geben mir ein Bier nach dem anderen aus. Herrlich. In Afrika mit deutschen Songs kühle Biere verdienen, unbezahlbar!

 

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