•  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Gefahrene Kilometer: 0 – Pilanesberg Nationalpark

 

Ausschlafen, herrlich! Endlich mal wieder zu einer zwei-ziffrigen Uhrzeit aufstehen. Dann langsam frühstücken, nur um sich direkt darauf noch mal hin zu legen. Ein Tag zur freien Verfügung kann so schön sein…
Den ganzen Tag verbringe ich mit Gitarre und Schreibzeug am Pool und schreibe an neuen Songs.

 

Auf dem Rückweg vom Pool zum Auto laufen Sunny und ich geradewegs durch eine afrikanische Hochzeit. Es wird laut gesungen und getanzt und das Brautpaar steht in der Mitte und singt und tanzt mit. Alles ist in feinem Zwirn. Eine richtig schöne Atmosphäre!

 

Wir schauen uns das ganze eine Zeit lang an, dann verstauen wir unsere Schwimmsachen im Auto und begeben uns zu unserer, Obacht, jetzt wirds dekadent: Massage. Dreissig Minuten den Rücken durchkneten lassen, der vom vielen Sitzen im Auto und den zwar bequemen, aber auch reichlich Rücken-unschonenden Matratzen der Dachzelte, geknechtet ist. Mein Rücken dankt es mir.

 

Danach gehen Sunny und ich den zweiten Pool in Augenschein nehmen, während die Anderen wieder mal pokern. Dieses mal aber geht es dabei allerdings nicht nur um den symbolischen Betrag des Geldes und die Ehre und den Rum… äh Ruhm, sondern vor allem auch darum, welche drei Personen am morgigen Tage für alle anderen die Fahrer sein werden. Morgen geht es nämlich ins nahe gelegene Sun City, dem Las Vegas von Südafrika. Eine riesige künstliche Stadt, mit Wasserparks, Casinos, Golfanlagen und pikfeinen Hotels. Dieser kleine Bezirk wirft jährlich rund 500 Millionen südafrikanische Rand für den Staat ab, hat aber dafür nebenbei auch den Wasser- und Stromverbrauch einer mittleren europäischen Großstadt. Der zweitgrößte Casinokomplex der Welt (so wird es zumindest hier beowrben). Noch ein Grund warum heute gepokert wird. Unser Glückskind Caro muss schließlich auf ihren großen Auftritt vorbereitet werden, auf dass sie uns allen morgen den Urlaub refinanzieren möge…

Sunny und ich lassen den Mathematiker Uli für uns pokern, in ihm sehen wir unsere besten Chancen. Leider verliert Uli in der dritten Runde, der letzten Runde, die einen Fahrer auslost und so sind Sunny und ich schon mal 2 der Fahrer für Sun City… Wir sollten wohl morgen eher nicht spielen, das Glück scheint uns nicht hold zu sein.

 

 

Nach der Pokerrunde geht es erst einmal wieder auf Safari. Das erste Mal allerdings nicht mit unseren eigenen Autos, denn die sind hier im Nationalpark nicht erlaubt. Wir steigen zu ein paar anderen Gästen in den 26-sitzigen Jeep und lassen uns von Given, unserem Guide, durch den Park kutschieren. 

Das MPS-Glück ist uns auch auf dieser Tour wieder Hold. Nach circa 15 Minuten im Park ruft Margot aus, sie habe einen Leoparden gesehen. Sofort setzt Given den Wagen zurück und fährt in die angegebene Richtung. Tatsächlich, direkt neben der Straße im nahen Gebüsch pirscht eines dieser wunderschönen, eleganten Tiere. Er schreckt nicht mal auf, als wir direkt neben ihm anhalten. Tom hat mit der Sichtung dieses Tieres nun endlich alle Großtiere der afrikanischen Steppe gesehen. Ganz gemütlich verschwindet der Leopard immer weiter den Hang hinauf ins Gebüsch, bis er nicht mehr zu sehen ist. Der Guide nennt uns “The lucky Ones” und erzählt, dass er seit bestehen des Parks, also seit über acht Jahren schon im Park arbeitet und bisher erst ein Mal bei einer der Safari-Touren einen Leoparden gesichtet hat. Wie sagt man so schön? Dat Glück is mit die Dummen. Man, müssen wir dämlich sein.

Eine halbe Stunde später stehen neben unserem Jeep sechs Strauße, die brav Schau-laufen. Die Tiere kommen auf den Jeep zu, drehen ab, senken alle gleichzeitig ihre Köpfe, laufen einmal zum Heck, recken ihre Hälse wieder nach oben, zurück zur Front, verbeugen sich erneut und laufen wieder weg. Eine sehr skurrille Straßenschau, hatte ein bisschen was von diesen Floßfahrten in Disneyland.

Wiederum eine halbe Stunde später fahren wir mitten in eine große Elefantenherde mit vielen Jungtieren. Die Elefanten sind die Autos gewohnt und lassen sich nicht mal aus der Ruhe bringen, als unser Guide nur wenige Meter neben einem der grauen Riesen hält. Zwei der kleinsten Dickhäuter sind die ganze Zeit über am rangeln. Spielen Fangen, kabbeln sich mit ihren Rüsseln und versuchen sich gegenseitig umzuschubsen. Unglaublich niedlich.

Irgendwie kommt uns der ganze Trip durch den Park sehr Disney-artig vor. Wir fahren zu 75% über gepflasterte(!!) Straßen durch den großen Park und uns kommen Autos wie Volvos, oder VW-Golfs entgegen. So viel zu dem Verbot mit eigenen Autos durch den Park zu fahren. Wohl nur eine Sache des Geldes… Die Tiere hier sind so zutraulich, wie Zootiere in Deutschland. Irgendwie waren die Elefanten in der freien Wildbahn aufregender…

Wie auch immer, die Safari macht Spaß und wir haben immerhin einen “wilden” Leoparden und das erste Mal Strauße gesehen. Doch leider auch hier: Keine Löwen.

 

Nach dem sehr guten Abendessen in der Lodge verschwinden alle nach und nach in den Zelten, morgen ist ein großer Tag. Es muss ja schließlich der Urlaub für alle finanziert werden…

 

Hi, ich bin Sören
Musiker, Schauspieler und leidenschaftlicher Reisender.

Ich habe nicht umsonst ein Album, dass „Fernweh“ heisst. Lasst mich Euch auf dieser Seite damit anstecken und zu Euren eigenen Abenteuern inspirieren.

Auch Selbstständig/Freiberufler?
Diese Online-Buchhaltung erleichtert mir seit Jahren enorm das Leben.

Teile den Artikel mit deinen Freunden:
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Ähnliche Artikel
Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Impressum & Datenschutz | © 2018 – Sören Vogelsang

Scrollup