Das mit dem Geld (argentinische Dollar) ist so eine Sache… Das erste Mal bin ich pauschal-touristisch sofort in die nächstgelegene Bank gerannt und habe meine Euros gegen argentinische Pesos getauscht. Großer Fehler! Schön ist, dass man zwar immer das Gefühl hat mehr zu bekommen, da der Peso zum Euro im Verhältnis 8:1 steht, aber:
7,8 : 1 war mein exakter Wechselkurs in der Bank. Nur einen Tag später erfuhr ich dann (von zwei Kolumbianern, die ich auf der Straße kennen gelernt habe), dass es einen sogenannten „Blue Dollar“ gibt. Der Wechselkurs der Straße wenn man so will. Hier bekommt man gut das Eineinhalbfache. Sprich einen Kurs von 12 : 1.

Und das geht, wie ich herausgefunden habe sogar völlig legal, über eine Online Bank. Ich habe vorgestern in Mar del Plata, wieder ein mal auf der Straße, einen Deutschen kennen gelernt, der just dieses Verfahren über eine Seite namens „azimo.com“ nutzt. Der Wechselkurs dort beträgt derzeit 11,8 : 1. Perfekt. Noch mehr Geld für mein Geld.

Aber was nützt einem der schnöde Mammon, wenn man ihn nicht vernünftig investiert. Also lege ich in gutem Essen, Bier und Busfahrten an. Ich finde das ist das Vernünftigste was ich tun kann. Ach ja, und natürlich in Helado (Eis). Das argentinische Eis zählt aufgrund der engen Verbindung zu Italien (Stichwort: Kolonien) zu dem besten Eis der Welt. Das musste ich natürlich genauer unter die Lupe nehmen und ja, ich bin beeindruckt, gegen Stracciatella mit 80%igen dunklen Schokoladenstücken, Fingernagel groß, auch wenn der Bild-Vergleich vielleicht eklig ist, Orange mit ganzen(!), nein nicht Orangen, aber Erdbeeren darin. Wow! Dagegen stinkt sogar das Eis in Venedig ab.

An einem schönen freien Tag, war ich mit meinem derzeitigen Host in der Stadt Burger essen. Nun darf man sich den Burger auf der Straße in Argentinien nicht vorstellen wie in Europa, nein, hier gibt es ein saftiges (großes) Steak, in einem (ebenso großen) Baguettebrötchen und den Belag und die Soßen wählt man einfach selbst nach Lust und Laune:

Eine weitere kulinarische Spezialität in Argentinien und aus dem Alltag schier nicht weg zu denken, ist Mate. Ein bitterer, aromatischer Tee, der in einen speziellen Behälter gegossen und durch einen Filterstrohhalm getrunken wird. Ich habe mir bei meinem ersten Besuch auf dem Markt in der ersten Woche einen Matebecher mit zugehörigem pajilla (so heisst der Strohhalm) gekauft. Ich kannte das Getränk schon von diversen Partys in Berlin und da ich weder Kaffe- noch Energy-Trinker bin, ist Mate DAS Getränk zum wach werden für mich. Vor allem hilft es aber hier in Argentinien ungemein dabei neue Leute kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen, denn: Mate trinkt man selten allein. Egal wo man hier hingeht überall sitzen und stehen Leute mit ihrem Matebecher und der Termoskanne mit heissem Wasser und an jedem noch so kleinen Kiosk bekommt man sein „agua caliente“ (heisses Wasser) zum nachfüllen. Kurios und lecker.

Apropos Markt:
Der wohl schönste (und wohl auch touristischste und überlaufendste) Markt in Buenos Aires ist im Stadtteil San Telmo, einem der angesagtesten Viertel der Stadt, in dem ich auch gerade couchsurfe/wohne. Trotz der Touristenmassen lohnt es sich dennoch, hier mal einen Tag zu verbringen. Wenn die Füße zu schwer werden, setzt man sich einfach in eines der hunderten wunderschönen Straßencafés und lässt die Marktschreier, Stände,  Menschen und vor allem die tollen Straßenkünstler auf sich wirken. 

 

 


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Musiker, Schauspieler und leidenschaftlicher Reisender.

Ich habe nicht umsonst ein Album, dass „Fernweh“ heisst. Lasst mich Euch auf dieser Seite damit anstecken und zu Euren eigenen Abenteuern inspirieren.

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